In jedem Aquarium sind mehr oder weniger Algen vorzufinden. Diese Algen sind oftmals am Filterrohr oder an der Rückwand zu finden. Es sind meist so genannte Fadenalgen die wir dort zu sehen bekommen. Sie gehören zum Aquarium dazu und ein Teil von Ihnen dient beispielsweise Welsen und Garnelen als Nahrung. Diese Algen werden in einem ausgeglichenen biologischen Umfeld keine Überhand gewinnen. Massive Algenprobleme tauchen auf, sobald das Umfeld aus dem Gleichgewicht gerät.
Sehr oft beginnt das Algenwachstum schleichend und endet in einem gewucher welches den übrigen Pflanzen im Aquarium das Licht und dem Aquarianer den Spaß raubt. Die Ursache hier für ist sehr oft ein Überschuss an bestimmten Elementen im Wasser. Diese sind üblicher Weise Nitrat und Phosphat, welche von den Pflanzen als Nahrung aufgenommen werden. Ein Überschuss kann dadurch entstehen, dass die Pflanzen weniger aufnehmen oder aber durch die Filterung und zu wenig Wasserwechsel der Anteil von Nitrat und Phosphat schleichend ansteigt. In beiden Fällen haben die Algen leichtes Spiel und entwickeln sich prächtig.
Man kann es gar nicht oft genug schreiben und darauf drängen, auch wenn die Umstände nicht immer ideal sind. Der Teilwasserwechsel ist Grundbestandteil um die Biologie im Aquarium in einem aufrechten Gleichgewicht zu halten. Bei einem Teilwasserwechsel sollten Mindestens ein Drittel des Aquarienwassers gegen Leitungswasser bzw. aufbereitetes Wasser getauscht werden. Der Teilwasserwechsel an sich sollte einmal in der Woche vorgenommen werden. Am besten an einem festen Tag in der Woche, damit ein gleichmäßiger Rhytmus entsteht. Wer Garnelen pflegt und diesen etwas Gutes tun will sollte sogar zwei mal in der Woche einen Drittel des Wassers wechseln.
Sobald man merkt, dass die Algen Überhand gewinnen sollte man sofort Maßnahmen ergreifen. Zunächst sollten die Wasserwerte ermittelt und anschließend ein Wasserwechsel durchgeführt werden. Dann sollte man sich umgehend schnell wachsende Pflanzen besorgen und einpflanzen. Sie zähren die überschüssigen Nährstoffe auf und entziehen den Algen die Grundlage. Als Ergebnis ziehen sich die Algen zurück. Zusätzlich zu den Pflanzen kann man vorsichtig Teile der Algen entfernen, wobei aber darauf geachtet werden sollte, dass man keine Pflanzen beschädigt.
Es gibt eine Reihe verschiedener Algen. Einige von Ihnen sind sehr häufig vorzufinden.
Blaualgen sind beispielsweise Bakterien. Sie entsehen bei dem erwähnten Überschuss an
Nitrat und Phosphat plus zu viel Sauerstoff im Aquarienwasser in Verbindung mit falscher
Beleuchtung. Hier kann man tatsächlich etwas mit weniger Licht erreichen, aber oftmals
ist der Einsatz eines Zusatzmittels zur Regulierung des Nitrat- und Phosphathaushalts
unumgänglich.
Pinselalgen gehören zu den im Vorwort beschriebenen Algen, welche oftmals durch
Ancistrus oder Garnelen in Schach gehalten werden. Entstehen tun diese Algen, wenn
die Beluchtung sich langsam immer mehr verbraucht.
Schwebealgen enstehen sehr oft, wenn direktes Sonnenlicht in das Aquarium scheint. Dies muss
so weit es geht vermieden werden. Auch ihnen liegt ein Überschuß an Phosphat und Nitrat zu
Grunde.
Abschließend sollen noch die Braunalgen erwähnt werden. Sie entstehen, wenn die
Silikatwerte zu hoch sind und die Beleuchtung des Aquarium zu gering ist. Als Sofortmaßnahme
sollte hier ein Teilwasserwechsel erfolgen. Allerding sollte das Aquarium dann mit Osmosewasser
aufgefüllt werden.
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