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Checkliste zum Aquarium kaufen

Aquarium Checkliste

Mit der folgenden 'Checkliste zum Aquarium kaufen' wollen wir die wichtigsten Aspekte zur Anschaffung eines Aquariums aufgreifen. Es werden sowohl Entscheidungshilfen als auch Tipps geben, damit man beim Aquarium kaufen nicht etwas grundlegendes vergisst. Die folgenden Themen werden auf dieser Seite ausführlich behandelt:

  • Welche Tiere möchten Sie im Aquarium pflegen?
  • Wie groß soll das Aquarium sein?
  • Wo soll das Aquarium aufgestellt werden?
  • Wer zahlt die Kosten und kümmert sich um die Pflege des Aquariums?
  • Kostenaspekte in der Aquaristk
  • Die richtige Größe des Aquariums



Welche Tiere möchten Sie im Aquarium pflegen?

Die Vielzahl der Anfänger besetzt das Aquarium mit einigen Fischen, ein paar Schnecken und einigen Welsen oder neuerdings mit Wirbellosen, wie Garnelen und Krebsen. Es gibt Aquarienbewohner die jedoch spezielle Anforderungen an ihre Umgebung stellen oder besonderes Futter benötigen. Einige Fische vertragen nur ganz bestimmte Temperaturen, während andere Fische ein großes Temperaturspektrum aufweisen. Manche Schnecken vermehren sich besonders stark und einige Welse werden besonders lang oder sind selten zu sehen, weil sie nachtaktiv sind. Sie merken schon, dass es eine ganze Reihe von Punkten zu klären gibt bevor man einfach ein paar Fische in seinem Aquarium schwimmen lässt. Informieren Sie sich grundlegend bei einem Spezialisten, zum Beispiel bei einem Aquarianer in Ihrem Bekanntenkreis oder aus einem Aquarienverein in Ihrer Umgebung. Dort bekommen Sie fast immer fachkundige Unterstützung von begeisterten Aquarienfreunden, welche oftmals ihre Kompetenz durch die Mitgliedschaft im VDA (Verband Deutscher Aquarianer) unterstreichen. Wie erkennen sie Kompetenz? Vereinbaren Sie einen Besuchstermin und schauen sie sich das Aquarium in Ruhe an. Schwimmen die Fische gleichmäßig und haben sie keine Verletzungen, ist das Wasser klar und frei von Schwebstoffen, Haben die Pflanzen gesunde Farben und keinen Algenbewuchs und ist die Frontscheibe nicht verkratzt und frei von Algen. Wenn Ihnen der Besuchstermin immer wieder mit beliebigen Gründen verschoben wird, haben sie wohl einen Blender erwischt. Ist aber das Aquarium soweit in einem guten oder sogar in einem sehr guten Zustand so versuchen Sie hier Hilfe zu bekommen.

Gerade der Besatz für ein Aquarium ist sehr wichtig für die innere Gestaltung und natürlich auch für die Größe des Aquariums. Viele Aquarianer fangen mit einem Gesellschaftsaquarium an und das ist auch gut so, weil man hier mit verschiedenen Aquarienbewohnern seine ersten Erfahrungen macht. In diesem Bereich gibt es auch viele Fische die einen kleinen Fehler des Pflegers verzeihen.

Ein Gesellschaftsaquarium ist ein Besatz mit verschiedenen Arten, die aber in ihren Ansprüchen gut zueinander passen. In den Aquarienatlanten sind fast alle Fische ausreichend beschrieben. Hier kann man sich einen Wunschzettel zusammenstellen mit dem man dann zu dem kompetenten Aquarianer geht. Er wird dann sagen was geht und was warum nicht geht. Und bitte auf den Rat des Fachmannes hören und nicht ignorieren oder sagen es wird schon gut gehen. Hier geht es um Lebewesen die sich schlecht bemerkbar machen können und die Fischsprache beherrschen Sie auch noch nicht, wenn die Fische tot sind wissen wir Bescheid. Soweit soll und darf es nicht kommen und die Ausrede, dass habe ich nicht gewusst oder dies habe ich nicht erwartet wird hier nicht akzeptiert. Lieber bescheiden sein und eine Art weniger pflegen aber dafür mit Erfolg, denn sind die Fische gesund fühlt sich auch der Pfleger wohl.

Abschließender Checklistenpunkt

Stellen Sie eine Liste der Aquarienbewohner die Sie pflegen wollen zusammen. Informieren Sie sich beim Fachmann über die Möglichkeit der Vergesellschaftung der Tiere auf ihrer Liste.

Wie groß soll das Aquarium sein?

Vorweg, diese Frage wird genauer am Ende dieser Seeite unter 'Die richtige Größe des Aquariums' abgehandelt. Grundlegend soll hier aber schon einmal erwähnt werden, dass ein großes Aquarium auch im vollen Umfang mehr an Aufwand, Kosten und allen anderen Aspekten mit sich bringt als ein vergleichsweise kleineres Aquarium. Ein ganz entscheidender Punkt ist aber je größer das Aquarium ist umso stabiler ist es in der Wasserchemie. Schauen Sie sich nach einem geeigneten Platz um und dann kaufen Sie es so groß wie möglich beziehungsweise was der Geldbeutel zulässt. Wenn das Aquarium funktioniert und gut aussieht wird mit Sicherheit ein größeres gekauft. Sie wären die oder der Erste wo es anders wäre.

Abschließender Checklistenpunkt

Schreiben Sie unter Ihrer Tierliste auf wie groß das Aquarium an dem gewünschten Platz sein soll. Am Ende der Seite vergleichen wir diese Größe einmal.

Wo soll das Aquarium aufgestellt werden?

Ein ganz wichtiger Punkt, denn es soll sicher stehen, also wie ist die Bodenbeschaffenheit? Handelt es sich um einen Holzdielenfußboden oder um einen Stahlbetonboden mit Estrich? Dies ist wichtig zu wissen, denn das Aquarium kann ein relativ großes Gewicht auf eine relativ kleine Fläche bringen. Der Fußboden darf also nicht nachgeben, damit das Aquarium nicht irgendwann unten beim Nachbarn steht. Das Gewicht ergibt sich aus der Literzahl, dem Gewicht des Bodengrunds und dem Aquarium selbst. Die Zentimeter Größenangaben rechen Sie in Dezimeter um (Beispiel: 60×40x40 = 6×4x4). Das Ergebnis dieser Multiplikation ergibt die Literzahl des Aquariums (Beispiel: 6×4x4 = 96 Liter). Somit haben Sie das größte Gewicht ermittelt (Beispiel: 96 Liter = 96 Kg). Hinzukommt der Bodenrund (Kies) mit ca. 20 bis 30 Kg und dem Aquarium mit ca. 15 Kg Gewicht. In diesem Bespiel also etwa 140 Kg an Gewicht auf 60×40 cm Fläche, was schon recht viel ist aber wenn sich zwei Menschen nebeneinander stellen kommt auch das Gewicht zusammen. Also überhaupt kein Problem. Erst wenn die Aquarien größer werden (ab 300 Liter), muss man mit der Hausverwaltung sprechen ob die Tragfähigkeit gewährleistet ist. Der Standort sollte so gewählt werden das kein Sonnenlicht in das Aquarium scheint, sonst haben Sie nach kurzer Zeit einen hervorragenden Algenwuchs den Sie nur durch einen Standortwechsel beseitigen können. Können Sie an diesem Standort die nötigen Pflegearbeiten am Aquarium ohne große Mühe durchführen, wenn nicht muss noch etwas geändert werden. Eine einfache Handhabung ist sehr wichtig, damit man sie auch ohne scheu durchführt. Ebenso ist es sehr wichtig das Aquarium in Waage auszurichten. Viele Aquarien benötigen eine Ausgleichsmatte zwischen dem Unterschrank und dem Aquarium, um etwaige Unebenheiten auszugleichen. Abschließend sei noch der ‚schlimmste Fall' erwähnt: Das geplatzte Aquarium. Was passiert bzw. wohin verschwinden zum Beispiel 120 Liter Wasser? Wer kommt für eventuell entstandenen Schaden auf? Ist dieser Fall in Ihrer Hausratsversicherung abgedeckt? Wenn Sie einem Aquarienverein angehören sind Sie automatisch Haftpflichtversichert. Auch eine Glasbruchversicherung kann zusätzlich abgeschlossen werden.

Abschließender Checklistenpunkt

Rechnen Sie einmal aus wie schwer das Aquarium unter Umständen werden könnte und notieren Sie die Kilozahl unter der notierten Größe des Aquariums.

Wer zahlt die Kosten und kümmert sich um die Pflege des Aquariums?

Oftmals außer Acht gelassen und doch die ganze Zeit präsent, sind die Kosten eines Aquariums. Ein Aquarium verbraucht Strom, Wasser, Futter und Verschleißteile. Laufende Kosten fallen durch die Beleuchtung, den Filter und die Heizung des Aquariums an. Die Beleuchtung sollte ca. 11 Stunden am Tag an sein, damit die Pflanzen genug Licht für das Wachstum bekommen. Lassen Sie die Beleuchtung nur abends eingeschaltet, wenn Sie im Hause sind, so sparen Sie eine Menge Energie aber Ihr Aquarium wird nie "funktionieren". Der Filter läuft rund um die Uhr aber hat auch nur 5 Watt, bei kleineren Aquarien, bei 20 Cent pro Kilowattstunde sind es rund 10 Euro im Jahr. Als drittes ist dann noch die Heizung, die sich nach Bedarf einschaltet aber bestimmt bei einem Mehrfachen des Verbrauchwertes für den Filter liegt.

Kostenaspekte in der Aquaristik

Wasser

Wasser wird einmal die Woche benötigt. Die Menge ist abhängig vom Volumen des Aquariums. Ein Drittel des Aquarienwassers ist jede Woche zu wechseln oder möchten Sie gern in Jauche leben? Nichts anderes ist es für die Aquarienbewohner wenn kein Wasserwechsel gemacht wird. Und dann können Sie sich eine Frage gleich beantworten, wenn Sie in dieser Jauche leben würden, wie lange ist dieses auszuhalten ohne krank zu werden oder wann würden Sie sterben? Damit die Bewohner Ihres Aquariums lange leben benötigen sie Wasserwechsel.

Ein ganz wichtiger, weiterer Punkt ist das Ungleichgewicht von Mineralien und Spurenelementen, welches zwangsläufig entsteht, wenn man keinen regelmäßigen Wasserwechsel macht. Was passiert hier? Durch den regelmäßigen Wasserwechsel kommen Spurenelemente und Mineralien in das Aquarienwasser, welche durch eine Düngung nicht in das Wasser eingebracht werden können. Es handelt sich hierbei um im Wasser nicht einfach nachweisbare Elemente, sprich die Elemente müssen durch aufwändige und teure Tests nachgewiesen werden. Durch unregelmäßigen Wasserwechsel werden diese Spurenelemente und Mineralien nicht in ausreichender Form nachgereicht. Es entsteht ein immer größeres Defizit, welches sich nach Monaten durch vermehrte Algenbildung bemerkbar macht.

Fischfutter

Ebenso wichtig ist die richtige Fütterung mit einem qualitativ hochwertigen Futter. Dieses sollte, wie bei uns auch, so ausgewogen wie möglich sein. Das bedeutet Sie sollten nicht nur ewig Trockenfutter oder nur Frostfutter füttern. Ausgewogen bedeutet, den Tieren Abwechslung zu verschaffen und ein möglichst breites Spektrum an Futter zu bieten. Das geht von Artemia (Salinenkrebsen) über Cyclops, Wasserflöhe, Tubifex und Mückenlarven im lebendigen Zustand über Frostfutter der genannten Futtertiere bis hin zu verschiedenen Granulaten, Pellets sowie Flocken und weiteren Trockenfutterprodukten, teilweise mit Algen (Spirulina) angereichert. Zusätzlich empfehlen sich je nach Aquarienbewohner verschiedene Gemüsesorten wie zum Beispiel Gurken (in Scheiben) für Welse oder auch Paprika. Was bedeutet richtige Fütterung? Der größte und häufigste Fehler der dabei gemacht wird ist, dass viele Aquarianer die beschriebene Vielfalt ihren Tieren gegenüber gleich täglich bieten wollen. So wird mehrmals am Tage gut gefüttert. Falsch, nur kleinste, junge Aquarienbewohner bekommen mehrmals kleine Futtermengen. Heranwachsende Tiere (sind die, die im Fachhandel erworben werden können) bekommen ein bis zweimal am Tag eine kleine Menge Futter die in zwei Minuten gefressen sein sollte. Fast ausgewachsene oder ausgewachsene Tiere bekommen einmal am Tag zu fressen und wieder nur soviel wie in zwei bis drei Minuten aufgenommen wird. Für die letzte Gruppe ist auch noch ein Fastentag je Woche angesagt. Durch zu vieles füttern wird das Aquarienwasser sehr stark belastet und die Tiere fühlen sich unwohl. Diese Tatsache wird sehr häufig unterschätzt und es kommt zu Erkrankungen der Aquarienbewohner. Folge ist, es werden Medikamente eingesetzt, die das "biologische Gleichgewicht" im Aquarium empfindlich stören.

Elektronische Verschleißteile

Während des gesamten Betriebs des Aquariums wird es hin und wieder erforderlich sein verschiedene Komponenten in Stand zu setzen. Das heißt, es wird zum Beispiel mal eine Dichtung oder Antriebswelle am Filter gewechselt werden müssen. Der Stabheizer wird versagen und muss relativ zeitnah neu gekauft werden. Was passiert wenn ein Stab- Regelheizer ausfällt? Im seltensten Fall heizt er nicht mehr. Meistens ist der Kontakt am Bimetall verschmolzen und er heizt und heizt, bis die Aquarienbewohner gekocht sind. Deshalb sollte alle zwei bis spätestens drei Jahre ein neuer Heizstab her. Die knauserigen unter Ihnen werden sagen, warten wir es erstmal ab! Nein, hier stehen die Leben vieler Tiere auf dem Spiel, hier muss gehandelt werden bevor es zu spät ist.

Filtermaterialien

Filtermedien müssen nach einer bestimmten Zeit ausgetauscht werden, nach Meinung vieler Hersteller bei jeder Reinigung. Dieses ist total überflüssig, ein leichtes auswaschen mit temperiertem Wasser ist viel besser. Dabei bleiben die Bakterien die dem Filter zu seiner Wirkung verhelfen am leben und können nach kurzer Einlaufphase wieder voll funktionstüchtig die Schadstoffe abbauen. Nur wenn das Filtermedium kaputt oder zerschlissen ist, sollte es durch ein neues ersetzt werden. Spezielle Filtermaterialien, wie Torf oder Aktivkohle müssen nach Herstellerangaben behandelt werden. Alle diese Punkte sind mit Kosten und auch mit Zeit verbunden, die aufgebracht werden muss um das Aquarium 'am laufen' zu halten. Wenn man also mal keine Lust hat, die notwendigen Arbeiten am Aquarium auszuführen leidet es und seine Bewohner darunter, was Ihnen als Betrachter kein schönes Bild mehr gibt und die Lust möglicherweise weiter sinken lässt. Es ergibt sich ganz schnell eine Spirale die mit dem Aus des Aquariums endet. Dauerhafte Motivation und Freude an der Aquaristik sind gute Voraussetzungen um lange und erfolgreich ein schönes Aquarium mit den entsprechenden Bewohnern zu pflegen. Das Leben der Tiere haben wir in der Hand und dieses allein sollte uns genug Motivation geben. Vielleicht kommen Sie im nächsten Leben als Fisch zur Welt, dann würden Sie sich über eine gute Behandlung sehr lange freuen können.

Die richtige Größe des Aquariums

Wie groß das Aquarium an Anfang sein sollte hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein großes Aquarium bedeutet, wie schon eingangs erwähnt, mehr Aufwand in allen Belangen. In einem kleinen Aquarium lassen sich aber unter Umständen nicht die gewünschten Aquarienbewohner pflegen, da diese zum Beispiel einen gewissen Entfaltungsfreiraum benötigen. Es gilt also vor der Anschaffung des Aquariums sich wirklich ganz genau über die Voraussetzungen der gewünschten Pfleglinge zu erkundigen, damit Sie später keine bösen Überraschungen erleben. Für den Anfang ist in der Regel ein Aquarium von ca. 60×40x40 cm bis hin zu 100×50x50 cm geeignet. Alles was darüber hinausgeht sollte erst nach einer gewissen Zeit mit entsprechender Erfahrung in Betracht gezogen werden. Noch ein wichtiger Hinweis zum Preis des neuen Aquariums. Kaufen Sie nicht immer billig, denn hier kann an der Glasstärke gespart werden und wenn es zerbricht fallen zusätzlich kosten an. Bei einem kleinen Aquarium sollte mindestens 6 mm Glas verwendet werden und bei einem großen Becken mindestens 8 mm.

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