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Das Aquarium richtig ‚einfahren’

Wenn Sie nun alles beisammen haben, dass Aquarium an seinem Platz steht, eingerichtet und die Technik angeschlossen ist steht die erste Geduldsprobe bevor. Die Phase des Einlaufens des Aquariums beginnt und erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. 10 bis 12 Wochen. Das bedeutet Sie können auf keinen Fall ein Aquarium mit dem Zubehör kaufen, aufstellen und einrichten um dann sofort Tiere darin schwimmen zu lassen. Dies würde den sicheren Tod der Aquarienbewohner nach sich ziehen. Man muss zunächst also das Aquarium richtig einfahren, bevor es mit den Tieren losgehen kann.

Die Aquarium-Beleuchtung einstellen

Als erstes, nach dem einrichten wird die Beleuchtungsdauer an der Schaltuhr eingestellt. Die erste Woche wird 10 Stunden mit einer Röhre beleuchtet. In der zweiten Woche kommt die zweite Röhre dazu und in der dritten Woche die dritte Leuchtstoffröhre usw. Hat man nur eine oder zwei Leuchtstoffröhren so fangen sie mit 8 Stunden an in der zweiten Woche 9 Stunden in der dritten Woche 10 Stunden in der vierten Woche 11 Stunden und ab der fünften Woche ist dann die maximale Beleuchtungszeit von 12 Stunden erreicht. Dieses langsame hochfahren des Lichtes ist sehr wichtig für das Gelingen des Aquariums. Wenn Sie das nicht beachten haben sie ganz schnell sehr viele Algen im Aquarium, warum? Die Pflanzen müssen erst verwurzelt sein bevor sie mit dem Wachstum beginnen und Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen können. Bis dahin versuchen die Algen die Oberhand zubekommen und dabei würde gerade viel Licht ihnen helfen.

Aquariumfilter benötigt Bakterien

Um das Aquarium mit Fischen oder Garnelen zu besetzen muss der Filter eingelaufen sein. Das bedeutet, dass kein Nitrit mehr im Aquarienwasser nachgewiesen werden kann. Im Normalfall beträgt dieser Zeitraum 21 Tage, man kann aber durch Zugabe von Starterbakterien die Zeit abkürzen. Am besten man nimmt sich Teststäbchen für Nitrit um auf „Nummer Sicher“ zu gehen.

Empfehlung

Hier habe ich auch wieder eine Empfehlung, und zwar bei einem 60 cm Aquarium einen Esslöffel normale Gartenerde in das Aquarium geben und auf die Starterbakterien kann verzichtet werden. Bei einem 250 Ltr. Aquarium würde ich 4 Esslöffel Gartenerde benutzen, da sind die Bakterien drin die wir für unser Aquarium benötigen. Damit der Filter von Anfang an sich aufbauen (mit Bakterien besiedeln) kann würde ich zwei kleine Antennenwelse am nächsten Tag, nach dem einrichten, in das Aquarium (egal wie groß) setzen und äußerst sparsam (besser gar nicht) füttern. Die werden nicht verhungern und dann auch die aufkommenden Algen fressen und damit am Wachstum hindern.

Wasserwechsel nicht vergessen!

Der wöchentliche Wasserwechsel wird ab sofort begonnen und zwar 25 bis 33%. Ich würde, wenn das Aquarium noch nicht voll besetzt ist, bei 25% Wasserwechsel bleiben und später dann auf ein Drittel gehen.

Die ersten Tiere im eigenen Aquarium

Aquarium einfahren

Wenn kein Nitrit mehr im Aquarienwasser vorhanden ist, können weitere Fische in das Aquarium gesetzt werden. Hier passiert folgendes: Die Aquarienbewohner scheiden zahlreiche Stickstoffverbindungen aus. Im Rahmen des Stickstoffkreislaufes werden Ammonium und Nitrit zum relativ ungefährlichen Nitrat abgebaut. Um dieses zu gewährleisten bedarf es einer großen Menge an Bakterien die wiederum einen hohen Sauerstoffbedarf haben. Also nicht alle Aquarienbewohner auf einmal in das Aquarium setzen, sondern nacheinander in ca. Wochenabstand 10 bis 15 Tiere (Lesen Sie hierzu: Anzahl Fische im Aquarium). Der Filter und die gesamte Biologie müssen sich auf die Menge an Abfallstoffen, die die neuen Aquarienbewohner verursachen, einstellen. Die ersten Aquarienbewohner können sich in Ihrer neuen Welt umschauen und einleben. Doch bevor sie in das neue Aquarium gesetzt werden, müssen sie an die Wasserwerte angepasst werden und das wird folgender Maßen gemacht: Sie geben die Tiere mit dem Wasser aus dem Transportbeutel in Ihren Aquarieneimer und geben dann alle 10 Minuten ein Schnapsglas Wasser aus dem Aquarium in den Eimer. Wenn Sie nach ca. 2 Stunden die Wassermenge verdreifacht haben, nehmen Sie die neuen Aquarienbewohner mit dem Kescher in das Aquarium. Das fehlende Wasser wird durch Frischwasser aufgefüllt, nie das Transportwasser in das Aquarium geben. Es können verschiedene Erreger darin sein und die brauchen wir nicht.

Weitere Themen der Grundlagen der Aquaristik

Aquarium Checkliste | Einrichtung und Zubehör fürs Aquarium | Anzahl Fische im Aquarium

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