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Das Aquarium einrichten

Aquarium einrichten

Welche Aquarieneinrichtung wird benötigt?

Je nach Anspruch des Aquarienfreunds bzw. seiner Pfleglinge variiert die Einrichtung eines jeden Aquariums. Einige 'Grundelemente' sind dennoch weit verbreitet und stellen in der Aquaristik eine Art Basis der Aquarieneinrichtung dar. Aus diesem Grund haben wir zum erfolgreichen Aquarium einrichten einige Informationen zusammengestellt.

Lesen Sie unseren Artikel "Aquarium Kaufen - Erste Informationen" um sich vor dem Kauf eines Aquariums grundlegend zu informieren!



Die wichtigste Aquarieneinrichtung im Überblick

Die Einrichtung des Aquariums gliedert sich in verschiedene Bestandteile, die wir hier für Sie aufgelistet haben:

Rückwand des Aquariums

Nachdem nun das Aquarium vor einem steht, stellt sich die Frage womit es, nachdem ein ordentlicher, ohne Sonnenbestrahlung und standfester Platz zum aufstellen gefunden wurde, weiter geht. Als erstes sei hier die Aquarium-Rückwand erwähnt, da sie vielleicht mit dem aufstellen des Aquariums korrespondieren muss. Wenn nämlich eine fertige Rückwand hinter das Aquarium geklebt werden soll, empfiehlt es sich natürlich dies vor dem endgültigen aufstellen des Aquariums zu erledigen. Hat man sich entschieden eine Korkrückwand, eine individuelle Styroporrückwand oder eine handelsübliche Schaumrückwand einzubauen geht es zunächst hiermit weiter. Dreidimensionale Korkplatten können mit Aquariensilikon an den Scheiben des Aquariums fixiert werden. Ähnlich ist es mit den handelsüblichen Schaumrückwänden und Styroporrückwänden, welche man sich mit etwas Geschick selber bauen und mit schwarzer Binder Abtönfarbe streichen kann. Diese Platten, zum Beispiel aus dem Baumarkt, sind größer, was die Verarbeitung unter Umständen leichter und einfacher macht.

Aquarium Rückwand selbst bauen

Alle Materialien lassen sich sehr gut mit einem scharfen Cuttermesser bearbeiten. Sowohl die Korkrückwand oder handelsübliche Schaumrückwand als auch die Styroporrückwand bieten den Vorteil, dass an ihnen mit einem Stück nicht rostendem Draht, Moose und Wasserpflanzen befestig werden können, welche nach einiger Zeit des Wachstums eine wirklich schöne optische Aufwertung bieten.

Bodengrund im Aquarium

Da wir nun die Rückwand im bzw. am Aquarium befestigt haben kann es mit dem Bodengrund weitergehen. Die Mehrzahl aller Aquarien besitzt einen Bodengrund, der aus Quarzkies besteht. Quarz ist ein neutrales Gestein, was also nichts an das Wasser abgibt. Das ist seht wichtig, wenn zum Beispiel Härtebildner im Bodengrund sind, können die Fische aber auch die Pflanzen damit Probleme bekommen. In ihm finden die Wasserpflanzen guten Halt. Es können beim einrichten aber besser hinterher die notwendigen Nährstoffe für ein prächtiges Wachstum eingebracht werden. In der Regel wird der Bodengrund mit einer Schichthöhe von ca. 5 bis 8 cm eingebracht. Den geeigneten Kies gibt es in verschiedenen Farben um den einzelnen Ansprüchen der Aquarianer zu genügen. Je natürlicher die Färbung des Kieses gewählt wird umso natürlicher wird im Endeffekt auch das Erscheinungsbild des Aquariums sein und bestimmt fühlen sich viele Aquarienbewohner hier wohler als auf buntem Kies.

Beim Aquarium Bodengrund Bedürfnisse der Aquarienbewohner beachten

Heller Bodengrund im Aquarium

Beim Bodengrund gibt es für einige Aquarienbewohner, insbesondere bei einigen Welsen, den speziellen Hinweis, dass diese einen Teil des Bodengrunds mit feinem Sand vorfinden müssen um zu gründeln und mit dem gefressenen Sand ihren Darm säubern zu können. Zusätzlich außerdem der Hinweis, dass bei der Verwendung einer Bodenheizung diese vor dem einlassen des Bodengrunds zu installieren ist. Das anschließende einbringen der Bodengrunds sollte dann mit entsprechender Vorsicht durchgeführt werden.

Aquariendekoration im Aquarium

Nun kann das erste Wasser in das Aquarium eingefüllt werden. Füllen Sie das Aquarium ca. 13 cm beziehungsweise bis etwa 5 cm über dem Bodengrund auf. Dies erleichtert das spätere einbringen der Wasserpflanzen, einem der nächsten Schritte. Doch vorher können Sie eine eventuell geplante Aquarium Dekoration einbringen. Hier sind dem eigenen Geschmack keine Grenzen gesetzt. Einige Aquarienfreunde mögen gerne ein Schiffswrack, einen Totenkopf, eine Schatztruhe oder ähnliches den Aquarienbewohnern als Aquarium-Dekoration anbieten. Bitte keine Steine mit metallischen Einschlüssen verwenden, man weiß nie was darin ist. Wenn Terrassen eingebracht werden sollen, so achten Sie bitte darauf, dass diese nicht parallel zur Frontscheibe verlaufen, das Aquarium hat dann keine Tiefenwirkung. Wenn aber Terrassen von vorn nach hinten gestaltet werden ist eine gute Tiefenwirkung garantiert. Starke optische Punkte sollten nie mittig gesetzt werden, sondern immer nach rechts oder links versetzt (Goldener Schnitt). Eine wahre Bereicherung für die Optik ist die Verwendung einer Moorkienwurzel.

Moorkienwurzeln als natürliche Dekoration

Aquariendekoration im Aquarium

Ihre warme braune Farbe wirkt als gekonnter Kontrast und ist eine wirkliche Aufwertung. Für die Verwendung von Moorkienwurzeln ist der Hinweis erforderlich, dass nicht alle Fische mit diesen Wurzeln ‚zurecht' kommen. Wenn Fische aus dem Malawi- oder Tanganjikasee gepflegt werden sollen haben Moorkienwurzeln im Aquarium nichts zu suchen. Moorkienwurzel geben unter anderem Huminsäure ab die eine gerbende Wirkung auf die Schuppen der Aquarienbewohner hat. Dies können nicht alle Arten vertragen und nehmen unter Umständen Schaden. Für Diskusfreunde sei erwähnt, dass die Wurzeln ordentlich vorgewässert sein sollten um die Huminsäureabgabe so gering wie möglich zu halten. Außerdem sollten die Wasserwerte gut beobachtet werden um rechtzeitig reagieren zu können, falls die Werte sich zu stark verändern. Die meisten Fische mögen die Huminsäure im Aquarium, die auch noch eine desinfizierende Wirkung hat. Wenn Sie mehr über die tolle Aquariendekoration Moorkienwurzel erfahren möchten besuchen Sie die Seite www.moorkienwurzeln.de, dort finden Sie alles zum Thema ganz ausführlich beschrieben.



Aquarienpflanzen im Aquarium

Jetzt wo alles auf dem Grund liegende fertig eingerichtet ist können die ersten Aquarienpflanzen in das Aquarium eingebracht werden. Sie sollten sich auf jeden Fall vorher einen Pflanzplan erstellen. Hier können sie sich vorher Gedanken machen wo welche Pflanze stehen soll und müssen nicht mehrmals umpflanzen. Einige Grundsätze hierzu, kleinwachsende Pflanzen kommen nach vorn. Solitärpflanzen (z B. Amazonasschwertpflanzen) kommen auf die "starken optischen Punkte"(Goldener Schnitt). Kontraste bilden, so kommen Aquarienpflanzen mit lanzettförmigen Blättern neben Pflanzen mit runden Blättern und feinfiedrige neben großblättrige Aquariumpflanzen. Mit roten Pflanzen sollte man sparsam umgehen, weil zuviel rot das Aquarium unruhig wirken lässt. Sehr schön wirkt auch eine "Straße" im Aquarium, sie bringt Tiefe hinein. Bei einer "Straße" wird eine Pflanzenart verwendet (z B. Kardinallobelie). Man pflanzt vorn breit und niedrig und lässt die Pflanzen nach hinten ansteigen und schmäler werden. Aquarienpflanzen Sie gleiche Pflanzen zusammen in Gruppen und nicht hier eine und da eine. Es gibt eine Faustregel für die Anzahl der Pflanzenarten, für je 10 cm Frontscheibenbreite eine Art.

Aquarienpflanzen vorsichtig behandeln

Aquarienpflanzen im Aquarium

An der Rückwand können nun auch wahlweise die ersten Moose etc. mit einem Stück nicht rostendem Draht (Edelstahl) befestigt werden. Die Aquarienpflanzen können leicht in den Bodengrund eingedrückt werden, wenn Sie mit einem Finger die betreffende Stelle etwas auflockern (Finger in den Bodengrund bohren). Die Pflanzenwurzeln sollten mit einem scharfen Messer auf 3cm Länge beschnitten werden und vollständig im Bodengrund verschwinden, damit sie vernünftig verwurzeln können. Stengelpflanzen werden ohne Wurzeln eingesetzt. Man schneidet sie ebenfalls mit einem scharfen Messer unterhalb der Blattansätze ab und entfernt die unteren Blätter soweit, dass keine Blätter mit eingepflanzt werden. Mit einer langen Pinzette geht das bepflanzen eines Aquariums viel einfacher und viel schneller. Als Hinweis sei hier kurz erwähnt, dass Wasserpflanzen nur mit der nötigen Vorsicht eingepflanzt werden sollten, zu stark gequetschte Pflanzenstengel führen zum verfaulen.




Was kommt nach der Einrichtung des Aquariums?

Für eine Neueinrichtung haben wir bis hierhin zusammengefasst nun folgende Schritte zur Einrichtung durchgeführt:

  1. Die Rückwand befestigt
  2. den Bodengrund eingebracht (evtl. vorher eine Bodenheizung installiert)
  3. etwas Wasser aufgefüllt (oder nach der Neuzeitmethode diesen Punkt ausgelassen)
  4. Dekoration eingebracht
  5. Pflanzen eingepflanzt

Was uns nun noch fehlt ist Wasser. Bis etwa 5 cm unter Aquarienrand kann das Aquarium nun langsam mit Wasser befüllt werden. Als nächstes kommen die technischen Geräte wie zum Beispiel Heizung, Filter etc. zum Einsatz.

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