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Letzte Aktualisierung: Montag, 06. Feb.2012

Das Aquarium und seine Geschichte

Das Aquarium bzw. die Haltung von Fischen in dafür vorgesehenen Behältern hat eine lange Geschichte. Die Sumerer nutzen Teiche zur Haltung und Zucht von Fischen, bevor sie diese für ihre Mahlzeiten verarbeiteten. Auch aus dem alten Ägypten ist diese Art der Haltung von Fischen in dieser Form bekannt. Die ersten gezielten Züchtungen, so vermutet man, fand vor ca. 2500 Jahren in China mit Karpfen statt. Goldfische und Silberkarauschen wurden später domestiziert und in Keramikbehältern gehalten. Die Geschichte des Aquariums hat von dort an eine neue Qualität erreicht.

Das Aquarium in Europa

In Europa lässt sich der Zeitpunkt für den Einsatz von Aquarien nur schwer bestimmen. Aufzeichnungen gehen bis in das Jahr 1665 zurück, in denen von Fischen die in einem Wasserglas gehalten wurden die Rede war. Es handelte sich wahrscheinlich um Paradiesfische aus Indien die im Zuge einer Handelsbeziehung nach England gelangten. In den aquaristischen Kinderschuhen war diese Form der Pflege mit wenig Erfolg verbunden. Mit den ersten Erfahrungen und Versuchen wurden die Tiere länger am Leben erhalten.

Deutschland und das Aquarium

In Deutschland ist der Naturforscher und Schriftsteller Emil Adolf Roßmäßler für die popularität von Aquarien bzw. der See- und Süßwasseraquaristik verantwortlich. Er schrieb anfangs über Seewasseraquaristik und erkannte dann aber ganz schnell, dass er das Thema Aquaristik mit Süßwasseraquarien besser interessant machen konnte. Mit dem Buch 'Das Süßwasseraquarium' wurde schon im Jahre 1857 die Einrichtung und Pflege von Aquarien ausführlich beschrieben. Dennoch war die Haltung und Pflege der Fische im Aquarium zu dieser Zeit eine besondere Herausforderung. Die Aquarien wurden mit Kerzen beheizt und wenn die Tage kürzer wurden, konnte das Licht die Sauerstoffproduktion nicht mehr genügend anreizen und die Fische starben.

Das Aquarium und seine Entwicklung

Die Entwicklung des Aquariums machte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die größten Fortschritte. Das Wissen über die chemischen und biologischen Vorgänge im Aquarium war hierfür ausschlaggebend. Durch die immer bessere Verfügbarkeit von Materialien zur Herstellung von Aquarienfiltern sowie die Verbesserung der Beleuchtungssysteme wurde die Haltung von Fischen im Aquarium erleichtert. Die Aquarien waren zu dieser Zeit so gebaut, dass die Glasscheiben in Metallrahmen eingekittet wurden. Es gab aber auch schon Aquarien aus Vollglas welche ca. 20 Liter Fassungsvermögen hatten. Die Beheizung wurde mit Kontaktthermometern und elektronischen Regeleinrichtungen realisiert.

Die Geschichte des Aquariums

Mit der Entwicklung von Silikonkleber nahm die entscheidende Konstruktionsänderung seinen Lauf. Filtersysteme wurden immer ausgefeilter und so entstand unter anderem der Hamburger Mattenfilter. Die Beheizung wird mit Stabheizungen oder Bodenheizungen die vollelektronisch arbeiten sichergestellt. Ausgereifte Beleuchtungssystem erlauben die Simulation jedes Tag- Nachtverhaltens auf der Welt und ermöglichen so eine artgerechte Haltung und beste Vorraussetzungen zur Zucht von Aquarienfischen, Zwerggarnelen, Welsen, Krebse, Garnelen, Schnecken und weiteren Aquarienbewohnern.

Große Vielfalt der Aquaristik

Die Vielfalt der Aquaristik hat ebenfalls enorm zugenommen. Die Menge von Fischen die Forscher entdeckt haben lässt sich in folgende Aquarien-Kategorien einordnen:

  • Meerwasseraquarien (Seewasseraquarien)
  • Süßwasseraquarien (Amazonas, Maliwi etc.)
  • Pflanzenaquarien
  • Garnelenaquarien
  • Brackwasseraquarien (z.B. für Amanogarnelen oder Nashorngarnelen)

Die Süßwasserauarien bilden dabei den größten Bereich. Hier gibt es eine Vielzahl von Süßwasseraquarientypen wie das Amazonas-Aquarium oder das Garnelenaquarium sowie das interessante Zwergflusskrebs-Aquarium.