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Einrichtung und Zubehör für das Aquarium

Damit das Aquarium so aussieht wie Sie es sich vorstellen ist einiges an Einrichtung und Zubehör notwendig. Zur Aquarium Einrichtung gehört zum Beispiel der Bodengrund, die Wasserpflanzen, ein oder zwei Moorkienwurzeln, evtl. Höhlen, die Aquarienrückwand, der Filter, die Heizung und die Beleuchtung.

Der Bodengrund

Einrichtung und Zubehör fürs Aquarium

Es kann Sand (bis 2 mm) oder Kies (Über 2 mm) benutzt werden, auch hier kommt es auf die Bewohner an. Ich hoffe, dass Sie ein naturnahes Aquarium einrichten wollen und deshalb einen naturfarbenen Quarz wählen. Dieser sollte bei einem Gesellschaftsaquarium so dunkel wie möglich gewählt werden, weil viele Fische auf hellem Boden sehr schreckhaft sind. Quarz sollte es deshalb sein, weil er nichts an das Wasser abgibt. Bei Kalkhaltigem Bodengrund ist es schwierig die Wasserhärte konstant zu halten, was für einige Fische aber auch Pflanzen sehr wichtig ist.

Vorsichtig mit künstlichen Stoffen!

Sie sollten nicht diese Leuchtfarbigen, gelben oder blauen Bodengründe verwenden, den Fischen ist es vielleicht egal aber wissen wir es genau? In der Natur haben wir jedenfalls noch nie solchen Kies gesehen.

Wie hoch muss der Bodengrund und ist Bodengrunddünger notwendig?

Ich würde keinen Bodengrunddünger für die Aquarienpflanzen untermischen. Bei jedem hantieren im oder am Bodengrund lässt dieses Düngegranulat an die Oberfläche kommen und auch das sieht nicht gut aus. Die Schichthöhe des Bodengrundes sollte an der Frontscheibe mindestens 5 cm betragen und nach hinten ansteigend auf 8 bis 10 cm. Bei weniger haben die Pflanzen keine Chance gut zu verwurzeln.

Die Aquarienpflanzen

Für die Ersteinrichtung sollten schnell wachsende Pflanzen genutzt werden. Das Aquarium sollte fast flächendeckend bepflanzt werden, nur dann ist es möglich, den Wettlauf zwischen Algenwachstum und Pflanzenwachstum zugunsten der Pflanzen zu entscheiden. Später können dann langsam wachsende gegen schnell wachsende Pflanzen, Stück für Stück ausgetauscht werden. Es gibt Aquarienpflanzen für den Vordergrund, mittleren Bereich und Hintergrund, dass sollte spätestens jetzt bedacht werden. Die Solitärpflanzen (einzelne, große Pflanzen) bekommen ihren Platz im "Goldenen Schnitt" (siehe Google). Auch andere markante Einrichtungsgegenstände werden hier platziert. Aquarienpflanzen die in Plastiktöpfen mit Steinwolle gekauft werden, müssen davon befreit werden. Am besten geht dieses wohl unter fliesendem Wasser. Steinwolle in den Kiemen der Fische kann diese schädigen.

Die Moorkienwurzeln

Sie sollten darauf achten das Sie echte Moorkienwurzeln in das Aquarium einbringen, denn nur diese sind für einige Fische im Gesellschaftsaquarium von Nutzen. Die Moorkienwurzel sollte nach Möglichkeit schwerer als Wasser sein, also im Aquarium untergehen. Dazu ist eine Wässerung von einigen Tagen oder Wochen erforderlich. Sie kann auch später an ihrer Stelle (Goldener Schnitt) platziert werden. Man sollte die Moorkienwurzel mit einer Bodenplatte (Plastikplatte lebensmittelecht mit nicht rostenden Schrauben) versehen, die dann mit Bodengrund abgedeckt wird. Dadurch kann sie nicht so leicht verrutschen und falls sie noch etwas Auftrieb hatte wird sie dadurch herunter gehalten.

Die Höhlen

Einige Fische ziehen sich gern Mal in Höhlen zurück, andere brauchen sie für die Eiablage. Sie sehen schon es kommt auf die Aquarienfische an ob sie welche benötigen oder nicht. Es gibt im Handel Tonröhren die dafür gut geeignet sind. Sie können auch halbe Kokosnussschalen verwenden. Etwas unter die Pflanzen geschoben und schon sind sie nicht mehr so auffällig.

Die Aquarienrückwand

Sie kann hinter dem Aquarium oder im Aquarium befestigt werden. Wenn Sie sich für eine Rückwand hinter dem Aquarium entscheiden, so gibt es verschiedene Fotomotive zur Auswahl. Man kann auch einfach schwarzen Karton benutzen, da die Aquarienpflanzen die Sicht zum größten Teil versperren. Wenn Sie die Rückwand in das Aquarium bringen wollen, so haben Sie auch einige Möglichkeiten. Es gibt im Handel fertige schwarze Schaumplatten die mit einem Cuttermesser auf Maß gebracht werden. Es gibt vorgefertigte Profilrückwände, die sehr teuer sind und viel Platz im Aquarium beanspruchen. Der Bastler kann aus Styropor und schwarzer Binderabtönfarbe seinen Ideen freien Lauf lassen. Natürlich sind auch andere Materialien möglich, nur bitte immer darauf achten des sie Lebensmittelecht sind. Wenn die Rückwand weich ist, so lassen sich später wunderbar Moose oder andere Wasserpflanzen befestigen welche diese Rückwand bewachsen und eine wunderbare Optik liefern.

Der Filter

Es kann ein Innen- oder Außenfilter betrieben werden. Sie haben beide vor und Nachteile, die ich Ihnen gerne nenne. Der Außenfilter steht neben dem Aquarium und nach Möglichkeit auf dem Boden oder im Aquarienschrank. Wenn er gereinigt wird, müssen die Schläuche vom Filtertopf getrennt werden, was heute bei modernen Filtern fast problemlos funktioniert. Die Schläuche müssen gegen abrutschen gesichert werden. Wenn also ein Schlauch abrutscht, läuft das Aquarium fast leer. Beim Innenfilter muss bei der Filterreinigung in das Aquarium gegriffen werden. Für größere Aquarien werden auch die Filteranlagen größer und nehmen viel Platz in Anspruch. Die Optik kann darunter leiden.

Die Heizung

Auch hier gibt es wieder verschiedene Systeme. Die Boden- oder Stabheizung. Sie gibt es auch in Kombination mit einem Steuergerät, was nicht billig ist. Bei der Bodenheizung scheiden sich die Geister, ich halte sie für eine gute Sache, weil die bakterielle, nutzbare Oberfläche sich vergrößert. Durch die Wärme im Bodengrund zirkuliert hier das Wasser über dem Heizdraht und es kommt sauerstoffreiches Wasser in die oberen Bodenschichten, wo sich Bakterien ansiedeln können. Dieses funktioniert nur wenn die Heizung in Betrieb ist. Wir müssen sie also ständig heizen lassen und das geht nur wenn sie sehr schwach ausgelegt ist. Einige Hersteller haben sich glücklicherweise schon darauf eingestellt. Für ein 250 Ltr. Aquarium sollte die Bodenheizung ca. 20 Watt Leistung haben und das Heizkabel sollte nach Möglichkeit mindestens 5m lang sein. An warmen Sommertagen müssen wir sie auf jedenfall abschalten.

Mehr Informationen zur Aquarium Heizung

Zum Thema Aquarium Heizung haben wir eine Detailseite erstellt: Aquarium Heizung

Die Stabheizung ist auch eine gute Möglichkeit die tropische Wassertemperatur von ca. 25°C in unserem Aquarium zu erreichen. Die elektronisch geregelten Stabheizungen sind leider noch sehr anfällig und ich hoffe, dass sich dieser Zustand bald ändern wird. Die „normalen“ mit Bimetallkontakt ausgestatteten Stabheizungen versehen ihre Dienste einige Zeit sehr gut, bis zu dem Tag wo der Kontakt klebt und das Aquarienwasser zum kochen gebracht wird. Deshalb empfehle ich, nach 2 bis spätestens 3 Jahren die normale Stabheizung durch eine Neue zu ersetzen. Vielleicht sind die elektronischen dann besser, mit denen kann dieser Fehler nicht passieren. Wird wieder eine normale Stabheizung eingesetzt so sollte die Wattzahl nicht zu hoch sein, dann dauert es bis zum Kochvorgang länger und man bekommt es vielleicht noch rechtzeitig mit. Auf der anderen Seite muss sie so stark sein, dass sie bei geringen Zimmertemperaturen das Aquarium ausreichend aufheizt. Die Faustregel ist ein Watt pro Liter, ich halte es für zu hoch und empfehle 0,5 Watt pro Liter. Wenn es im Winter nicht ausreichend ist, kann man vorübergehend noch einen Heizstab zusätzlich einsetzen. Die doppelten Kosten für einen Heizstab sollten uns unsere Aquarienbewohner wert sein.

Die Beleuchtung

Wenn man mit einem Aquarienset anfängt ist in der Aquarienabdeckung die Beleuchtung schon installiert. In der Regel ist diese zu schwach aber für den Anfang reicht es. Werden die Ansprüche höher so kommt wahrscheinlich ein neues Aquarium mit einer neuen, lichtstarken Abdeckung. Die HQI oder HQL Strahler sind nicht zu empfehlen, weil der Stromverbrauch zu hoch ist für die erbrachte Lichtleistung. Da sind die neuen T5 Leuchtstoffröhren viel besser. Obwohl die Technologie relativ neu ist, werden schon von vielen Herstellern diese Leuchtmittel angeboten. Für die Bastler gibt es schon sehr günstige T5 Sets, mit denen man sich die gewünschte Beleuchtungsmenge unter die Abdeckung installieren kann. Nicht vergessen, dass diese Arbeiten von einem Elektromeister abgenommen werden müssen. Die richtige Beleuchtungsmenge ist abhängig von dem Anspruch den der Aquarianer an sein Aquarium stellt. Eine Schaltuhr ist aber auf jeden Fall ein muss, die Aquarienbewohner wollen sich zeitlich auf ein geregeltes Leben einstellen. Sie können jetzt schmunzeln aber es ist wirklich so, die Tiere und Pflanzen wissen nach kurzer Zeit, wann das Licht ausgeht und damit Schlafenszeit ist. Auch die nachtaktiven Tiere erwachen langsam und die Futtersuche beginnt.

Das Aquarienwasser

Wasser ist nicht gleich Wasser. Das Wasser hat verschiedene Parameter die wir kennen und beachten müssen. Eine gute Idee wäre es wenn man sich über Wasserchemie das nötige Wissen anliest. Dieses alles hier zu erklären würde zu weit führen. Einige Hinweise möchte ich doch geben. Sie verwenden bei der Ersteinrichtung sicherlich Ihr Leitungswasser. Wenn das Aquarium nicht „richtig“ funktioniert, fragen Sie nach. Oftmals ist es das Wasser, was das Pflanzenwachstum verhindert oder die Fische nicht in ihren schönsten Farben erstrahlen lässt. Der wichtigste Wasserwert im Aquarium ist die Karbonathärte, sie sollte zwischen 3 und 5 liegen. Wenn Ihr Leitungswasser dieses nicht hergibt sollten Sie versuchen es auf irgendeine Weise zu erreichen. Nun beginnt die Wasserpanscherei oder? Es kommt darauf an wie weit Ihre Karbonathärte vom Idealwert entfernt ist. Bei geringfügiger Überschreitung kann der Einsatz von stark, saurem Torf schon ausreichen. Meistens wird dieser in den Filter gegeben und das Wasser wird etwas weicher und leicht sauer. Ist die Karbonathärte aber über 10°dKH so ist der Einsatz eines Ionentauschers zu empfehlen. Das heißt sie machen sich Ihr weiches Wasser selbst und mischen es dann mit Ihrem Leitungswasser. Das ist einiger Aufwand, der dann betrieben werden muss aber es lohnt sich. Denn nur wenn Sie eine Karbonathärte von 3 bis 5° haben, werden Ihre Pflanzen gut wachsen und sie können fast alle Pflanzen in diesem Wasser kultivieren. Der pH Wert ist auch noch entscheidend für den Pflanzenwuchs. Er sollte leicht im saueren Bereich liegen, 6,5 bis 7 ist ok. Bei der vorgenannten Karbonathärte ist der pH Wert in Ihrem Aquarium sicherlich im genannten Bereich. Wenn das nicht der Fall sein sollte ist auch hier der Einsatz von stark, saurem Torf zu empfehlen. Evtl. muss hier auch im Einzelfall entschieden werden wie man zu den optimalen Wasserwerten kommt.

Das Zubehör

Wenn die technischen Komponenten des Aquariums gewählt sind benötigt der Aquarianer für die Pflege des Aquariums noch einige weitere Dinge, wie zum Beispiel einen 10 Liter Eimer mit Wasserschlauch für den Wasserwechsel, welcher einmal in der Woche stattfinden sollte. Noch besser wäre es wenn Sie einen langen Wasserschlauch nehmen würden, der vom Bad oder Küche direkt zu Aquarium reicht. Damit kann man dann ein Teil des Wassers ablaufen lassen und auch wieder auffüllen.

Ein Tuch sollte man immer bereitliegen haben. Außerdem sind Kescher von verschiedener Größe ratsam. Auch ein Behälter in dem im Notfall mal Fische gehalten werden können sollte angeschafft werden. Um die Aquarienpflanzen zu schneiden besorgen sie sich ein scharfes Messer und zum einsetzen eine Pflanzenpinzette. Für die Scheibenreinigung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein Reinigungsschwamm hat sich hier bisher als die beste Methode erwiesen.

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